Darf es Dir gutgehen?

Darf es Dir gutgehen?  Die Frage scheint wohl auf den ersten Moment für die meisten mit einem klaren "JA" des Verstandes einherzugehen. Doch in der Stille danach frage ich Dich nochmals: Darf es Dir wirklich gutgehen?

 

Eine seltsame Frage, ich weiß. Eine, die eher den Anschein der Provokation macht. Und doch, ist sie leider tiefer in uns verankert, als uns lieb ist. Und unbewusster programmiert, als die meisten wissen. Ich wusste bereits länger von dieser Frage und leider auch von der Antwort, die erst im zweiten Moment des leisen, unbewussten Wirkens hoch kommt. Etwas, das sich nicht sicher ist. Etwas, das Angst davor hat, wenn es einem gut geht. Etwas, das Angst hat, dass es wieder genommen wird, verloren geht, wenn man die Fülle des Lebens genießt. Etwas, das einen tief schlummernd und doch wirkend glauben lässt, dass "zuviel" Fülle nicht sein kann. Nicht sein darf. Ein Irrsinn? Definitiv! Und doch ist "dieses Programm" in den meisten Menschen angelegt, untermauert durch hirstorische Ereignisse, aufrechterhalten durch Institutionen und diverse Mächte.  Und es verhindert ein Systemupdate in Richtung absolutes Glück. Ich hatte diesbezüglich ein interessantes Erlebnis in diesen Tagen. Erschreckend ehrlich, wie sehr dieses manipulierende Programm aktiv ist, vor allem dann, wenn es darum geht, es endgültig zu löschen.

 

Ich wollte mich hinsetzen, Musik machen. Steirische Harmonika weiter lernen - das, was ich schon lange in meinem Herzen trug, leben und diesem Ausdruck verleihen. Doch etwas in mir sagte "Nein". Nein? Wieso? Warum sollte ich nicht das tun, was mein Herz erfreut? Das, wobei es mir gut geht. Diese Stimme in mir sagte wieder "Nein". Ich konnte mich selbst nicht zur Fröhlichkeit und Inspiration zwingen, auch wenn ich es schon sehr eigenartig fand, zu wissen, dass es mir gut tut, es mein Herz erfreut und ich es doch nicht machen möchte. Ich entschloss, diesen Moment vorbeigehen zu lassen und mich später in den virtuellen Kreativraum der Musik zu begeben und stattdessen etwas Kreatives zu gestalten. Doch auch hier stieß ich auf die Blockade die sagte "Nein".

Schon wieder Nein? Was läuft denn hier? Nein? Nein, zu Dingen, die ich liebe. Nein, zu Dingen, die ich gern mache. Nein, zu Dingen, die ich BIN? Als der Tag sich immer weiter mit gefühlten Grenzen, aufbauender Frustration und immer mehr spürbarer Leere füllte, holte ich die Lupe der Beobachtung heraus und ich ging diesen Ausläufern nach. In die Tiefe, wo sie herkamen. Ich verfolgte ihren Weg, ihre Gedanken, ihre Wirkweisen und ich ließ diese Stimme der Verneinung sprechen. Es wurde ein Dialog, der, wenn der Ernst der Lage nicht wäre, wohl eher in ein "Kabarett der irrsinnigsten Grenzen des Menschen" gehören würde. In ein Schauspiel mit dem Titel "Wie kannst du dein Glück verhindern".

 

Erschüttert, ja schon fast drohend fragte mich die Stimme des laufenden Programmes in mir wie ich nur schon daran denken könnte, nun fröhlich zu sein. Wie könne ich nur in dieser Situation lächeln und Musik machen wollen? Ja ob ich denn noch bei Sinnen wäre. Ich sagte, ja, und wie - meine Sinne sind besser denn je. Sie sprießen, erblühen, wollen das leben, für das sonst nicht der Raum war. Stirnrunzelnd schüttelte die Stimme den Kopf und sagte vehement: Wie kannst du glücklich sein, wenn du kaum arbeitest? Dir Geld verloren, verhindert, genommen wird? Wie kannst du lächeln, wenn du eingesperrt bist? Wie kannst du ruhig da sitzen und "Nichts" tun, wenn dir alles verhindert und genommen wird? Du kommst nicht zu deinem Partner. Du kannst nicht arbeiten. Du bist angekettet, eingesperrt. Du kannst nichts von dem leben, was du im Außen leben möchtest. Nichts von dem im Außen ist greifbar, das für dich Wertigkeit hatte. Nichts. Und du willst Musik machen, singen, tanzen, glücklich sein - in dieser Situation ?! Das kannst du nicht, das darfst du nicht!

 

Wie bitte? Ich sagte leise, ich kann ja diese Zeit nun nutzen, nutzen für mich, für meine Entwicklung, für meine Kreativität.

Schweigen, durchkreuzt von einem unsichtbarer Blick der "Vertreter dieser Stimme", doch spürbar in allen Zellen. Es durchschoss mir Mark und Bein, ein Schaudern über meinen Rücken und ich spürte diese "Anleitung zum Leiden". Diesen "Auftrag zum Unglücklichsein". Die "Regeln der Begrenzung". Und den unwiderruflichen Auftrag zu leisten, das zu liefern, das zu tun, was  "bestimmte Mächte" verlangen. Zu produzieren, Geld zu verdienen, unglücklich unzufrieden zu sein und nicht die Zeit mit Genuss, Kreativität und Glücklichsein "zu verschwenden".

 

Die Stimme fühlte sich zufrieden. Hatte sie mich da, wo sie mich wollte. Im Gefängnis des Mangels. Im Gefängnis des Leids. Da, wo die Menschen klein bleiben, weil sie frustriert, hoffungslos keinen Ausweg mehr sehen. Ausgeliefert den Umständen. Ausgeliefert den Anleitungen des Systems. Ausgeliefert den Machenschaften und Regeln der anderen. Doch nein, da war für mich noch nicht das Ende. Ich ging tiefer. Ich wollte dieses "Sprachorgan der Begrenzung" kennenlernen. Es sollte sich zeigen. Ich ging tiefer, noch tiefer. Wer will, dass ich leide? Wem nutzt es, wenn ich mich durch diese Situation klein halten lasse? Wem nutzt es, dass ich durch die Grenzen im Außen mich selbst begrenze? Was oder wer sagt mir, ich darf meine Zeit, meine Energie nicht für mich und meine Entfaltung, meine Kreativität, meine Lust und mein Glücklichsein nutzen, sondern muss leiden, muss mich bedroht fühlen und muss vor Angst in Knie gehen?

 

Und da war es, dieses "Programm", das mir in meinem Leben, im Leben meiner Vorfahren, im Leben meiner Klienten und überall in der Welt schon begegnet ist. Dieses Programm der Kleinhaltung und der Manipulation - Darfst du glücklich sein? Darfst du die Fülle leben? Darfst du frei sein? Darfst du deine Energie nur für dich und das Schöne nutzen? Darfst du?

 

Oder musst du dich bedrohen, kleinhalten und manipulieren lassen von Grenzen im Außen, die dir Angst machen, damit du nicht in deine innere Fülle kommst? Damit du dich nicht voll ausladend entwickeln beginnst, dich stimmig lebst und dann eben nicht mehr auf Manipulationen, Androhungen und Machenschaften hineinfällst, da sie bei dir nicht mehr wirken können.

 

Es gab nur eine logische Konsequenz: Aus der Erkenntnis heraus, die Fülle in mir noch mehr auszuweiten. All das zu tun, das mir gut tut, unabhängig der Grenzen und der Manipulationen im Außen. Denn je "größer" der eigene Kreis der Fülle, je gefüllter das Herz des Glücks, umso weiter weg sind die Grenzen, die einen einsperren sollen. Sie verschwinden, da Du in eine Welt eintauchst, in der sie nicht mehr relevant sind. 

 

So erkenne, was für Programme in Dir laufen. Erkenne, ob sie Dir nutzen oder schaden. Die Grenzen im Außen bestehen noch immer, ja. Aber lasse nicht zu, dass diese Dein Innerstes eingrenzen. Lass nicht zu, dass die Grenzen im Außen Dich in der Angst halten und dadurch Dein Glück und Dein wahres Potenzial unterdrücken. Darfst Du glücklich sein? Darf es Dir gut gehen? Diese Frage sollte es gar nicht geben. Denn es ist Dein Geburtsrecht. Und niemand, auch Du selbst nicht, solltest dies in Frage stellen.

 

Lebe Dich, erschaffe Dir in Deinem Innersten Deine Welt. Und fülle Dein Herz mit Dingen, die Dir gut tun. Erst recht in dieser Zeit. 

Fülle Dein Herz und deine Seele.

 

Alles Liebe

Edith

 

 

 

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